Sébastien Le Pestre de Vauban wurde 1633 geboren und trat 1651 in die Armee
ein, um dort als Ingnieur zu arbeiten. Von Ludwig XIV. wird er zum
Generalkommissar für Befestigungsanlagen ernannt. In seiner Eigenschaft als
Festungsbaumeister wurde er in ganz Frankreich tätig und erwarb sich einen Ruf
als "Stadteinnehmer". Als Mann der Tat setzte er um, was er beiderseits der
Befestigungsanlagen - als Belagerer und Bollwerkerrichter - lernte. Zu seinen
Grundsätzen gehörte, bei maximaler Effektiviät Menschenleben nach Kräften zu
schonen.
Unablässig bereiste er Frankreich und inspizierte die Landesgrenzen,
immer mit dem Ziel, dem König "sein Stückchen Wiese" zu erhalten, was konkret
bedeutete, die Landesverteidigung durch ein kohärentes Ensemble von
befestigten Plätzen, die den örtlichen Besonderheiten entsprechen, zu sichern.
Der Öffentlichkeit ist Vauban vor allem als Militäringenieur und
Festungsbaumeister bekannt. Insbesondere in den Südalpen plante und erbaute er
eine ganze Reihe von Befestigungsanlagen.